Astro-Fotografie mit der DSLR

Nach dem Namibia Urlaub letztes Jahr habe ich meine komplette Astronomieausrüstung verkauft und beschlossen mich künftig mehr mit dem Thema „Astrofotografie“ zu beschäftigen. Nach langen Überlegungen und dem Besuch unzähliger Webseiten und Astronomie-Foren, habe ich mir dann den „Skywatcher Star-Adventurer“ besorgt. Zusammen mit einem vorhandenen alten Stativ, der normalen Fotoausrüstung und ein paar Kleinteilen ist diese Investition und auch das Risiko noch überschaubar falls man vielleicht nach einiger Zeit merkt, dass es das doch nicht ist…

Ganz einfach ist der Start jedenfalls nicht. Die Ergebnisse der ersten Nächte waren schlicht unbrauchbar. Eines der großen Probleme ist das „Scharfstellen“. Was bei Tageslicht völlig problemlos ist, erweist sich im Dunkeln als echte Herausforderung. Bei meinem Sony Teleobjektiv erfolgt die manuelle Fokussierung über einen elektronischen Stellmotor. D.h. der Fokusring hat keine „Unendlich“ Einstellung, sondern ist frei drehbar. Das macht das ganze noch ein bisschen komplizierter. Erst mit einer zusätzlichen Bahtinov Maske gelingt das Scharfstellen.

Den Star-Adventurer muss man wirklich sehr sorgfältig auf den Polarstern ausrichten. Je genauer man dies macht, umso länger kann man nachher belichten. Bei diesem Vorgang merkt man sehr schnell, ob das verwendete Stativ auch stabil genug ist. Ein vernünftiges Stativ wird auf jeden Fall meine nächste Anschaffung…

Star-Adventurer-Setup
Star-Adventurer-Setup

Mein erstes einigermaßen gelungenes Foto zeigt den Orion Nebel (M42). Es entstand bei Neumond am 4.2.2019. Von insgesamt 35 Aufnahmen a 60 Sekunden Belichtung waren nur 9 Aufnahmen wirklich scharf. Der Rest war entweder durch den Wind verwackelt oder die Sterne waren zu kleinen Strichen geworden. Mit realen 450mm Brennweite (300mm Tele an APS-C Kamera) war dieses Setup sicherlich auch an der Grenze.

Orion Nebel und Running Man Nebel - M42 und M43
Orion Nebel und Running Man Nebel – M42 und M43

Den Rosetten Nebel habe ich am 11.2 aufgenommen. Diesmal nur mit 200mm Brennweite. Wieder wurden insgesamt 35 Aufnahmen gemacht. Verwertbar waren letztlich 20 Aufnahmen. Nach dem Stacken mit Deepsky Stacker und der Bearbeitung mit Fitswork und Affinity Foto ist dieses Bild rausgekommen.

Rosetten-Nebel (NGC2237 + NGC2244)
Rosetten-Nebel (NGC2237 + NGC2244)


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