Namibia – Astronomie und Safari

Nach dem langen Flug von Frankfurt nach Windhoek sind wir gestern auf der Kiripotib Guestfarm angekommen, wo wir gleich sehr freundlich begrüßt wurden. Kiripotib ist eine Oase inmitten der Kalahari. Hier wird fast alles was man braucht selbst erzeugt.

Alles ist sehr gepflegt und jeder ist freundlich und zuvorkommend. Unser Chalet liegt nur wenige Schritte vom „Zentrum“ entfernt. Bei einem Rundgang auf der Kiripotib Astrofarm kann man sich die ungefähre Größe der Farm nur schwer vorstellen. Unser Rundgang ging hauptsächlich an den zwei eigenen Start- und Landebahnen entlang, die mit je 1,5km Länge auch schon beeindruckend sind. Die Gesamtgrösse der Farm beträgt ca. 10000 Hektar. Das entspricht etwa der Fläche von 20000 Fussballplätzen.

Kalahari
Kalahari

Auf dem kleinen Rundgang kann man schon ein Menge Tiere beobachten.

Gestern haben wir auf der Farm bei einem Gamedrive mitgemacht. Ich weiss nicht wo dieser Begriff herkommt. Er hat jedenfalls nichts mit spielen zu tun. Ein Gamedrive ist eine Tierbeobachtungsfahrt. Auf Kiripotib wird das mit einem Mini-Picknick zum Sonnenuntergang kombiniert und heisst dann Sundowner.  Mit 10 Personen sind wir mit diesem Gefährt zur Beobachtungsfahrt aufgebrochen.

Matthew looking for Animals
Matthew looking for Animals

Auf der Farm leben sehr viele Tiere und Dank Matthew dauerte es nicht lange bis wir die erste Herde gefunden hatten.

Das Astrocamp auf Kiripotib war für mich der Hauptgrund für den Namibia Urlaub. Schon nach der ersten Nacht kann ich sagen: es hat sich gelohnt hierher zu kommen. Die Teleskope sind alle gut in Schuss und die Stimmung auf der Farm ist einfach toll.

Kiripotib Astrocamp
Kiripotib Astrocamp

Die Plattformen für die Teleskope liegen etwa 100m ausserhalb der Guestfarm. Der Nachthimmel hier ist einfach unbeschreiblich. Die Milchstraße ist so hell, dass sie schon fast Schatten wirft.

Wenn man eine Stadtrundfahrt in Windhoek machen möchte, dann muss man wissen, dass Sonntags alles geschlossen ist. Und „alles“ ist hier wirklich wörtlich zu verstehen. Wir wussten es nicht und es stand auch nicht im Reiseführer und so standen wir gestern überall vor verschlossenen Türen. Das wir trotzdem noch etwas von der Stadt sehen konnten, verdanken wir dem freundlichen Herrn an der Rezeption. Er hat uns nämlich eine private Stadtführung vermittelt.

Christuskirche in Windhoek
Christuskirche in Windhoek

Zwar konnten wir nirgendwo reingehen, aber wir haben alle wichtigen Sehenswürdigkeiten zumindest von aussen gesehen. Am Abend hat uns Tostao, so hieß unser Fahrer, dann noch zu Joe’s Bierhaus gefahren und auch wieder abgeholt. Dieses Lokal steht in jedem Reiseführer und ein Besuch ist quasi ein Muss.

Ein echtes Highlight in diesem Urlaub waren die zwei Tage Safari im Etosha Nationalpark. Ausgangspunkt unserer Fahrten war das Etosha Safari Camp, das ca. 10km ausserhalb des Nationalparks liegt. Start war jeweils um 7 Uhr morgens. Zu dieser Zeit ist es in Namibia noch verdammt kalt. Mit Winterjacke, Mütze und einer dicken Wolldecke ging es dann im offenen Safari Jeep.
Die Fahrer wissen genau welche Stellen man wann am besten anfährt. Sobald einer etwas besonderes sieht, informiert er die anderen über’s Handy. Das ist ein unschätzbarer Vorteil gegenüber allen Selbstfahrern, denn der Park ist riesig. Abgesehen davon konnte unser Guide zu jedem Tier und jeder Pflanze etwas interessantes erzählen. In den zwei Tagen haben wir ca. 500km auf Schotterstrassen zurückgelegt. Das war eine ganz schöne „Rumpelei“, aber es hat sich wirklich gelohnt. Hier ist eine kleine Auswahl aus den über 600 Fotos dieser zwei Tage.

Einfach unglaublich. So etwas sieht man sonst nur Fernsehen.

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