Wohnwagen Rundreise durch Norwegen und Schweden

Höhen und Tiefen einer Urlaubsreise

Am 1.7 sind wir morgens gegen 8:45 Uhr zu unserer Rundreise mit dem Wohnwagen durch Norwegen und Schweden gestartet. Der erste Tag war ganz schön anstrengend, denn wir mussten die 913 km bis Hirtshals in Dänemark schaffen, um am nächsten Morgen die Fähre nach Stabanker zu erreichen. Nach dem Einschiffen begann dann der eigentliche Urlaub, denn die weiteren Tagesetappen waren i.d.R. nur 100 – 200 km lang. Da blieb viel Zeit die unglaubliche tolle Landschaft Norwegens zu bewundern. Auf der Rückreise an unserem ersten Tag in Schweden allerdings unser Glück, als wir mit Motorschaden kurz vor Tanumshede liegen blieben. Nach Ungezählten Telefonaten und einem stimmungsmäßig katastrophalen Wochenende, war dann die Weiterfahrt und Rückführung unseres Autos über den ADAC geregelt. Leider konnten wir uns dadurch nicht mehr viel anschauen, was sehr schade war. Aber letztlich überwiegen doch die schönen Erinnerungen und wir können sagen: Ende gut, Alles gut.

Tag 1 – Anreise nach Hirtshals

Im leichten Nieselregen gings gestern um 8:45Uhr los. Bis Bremen war alles kein Problem. Das Wetter wurde immer besser. In den Baustellen vor Hamburg kamen wir nur langsam voran. Hinter dem Elbtunnel war dann Schluss. Wir sind dann von der Autobahn runter, einmal falsch abgebogen und schon waren wir mitten in der Stadt. Das hat viel Zeit gekostet. An der dänischen Grenze haben wir dann w. Kopfschmerzen eine längere Pause. Letztlich waren wir dann um 0Uhr in Hirtshals. 913km haben uns echt geschafft.

Tag 2 – Hirtshals – Stavanger

Nach einer ruhigen Nacht -wir haben nur ca. 1km vom Fähranleger entfernt vor einem Museeum (Google Streetview sei Dank) gesta nden- gehts auf das Schiff. Die Fahrt selbst ist total ruhig. Leider gibt es aber zuwenig Sitzgelegenheiten, weswegen wir zu Beginn aufs Sonnendeck ausweichen müssen. Bei nur 16Grad und Nieselregen ist das nicht optimal 🙁
Nachher finden wir dann doch noch ein Plätzchen drinnen. In Stavanger ist das Wetter auch nicht besser.  Es kann nur besser werden. Der Campingplatz ist ziehmlich voll. Nur mit Mühe finden wir noch einen geschotterten Platz.

Tag 3 – Stavanger

Nachtrag zu Gestern
In der Nacht hats kräftig geregnet. Der Morgen beginnt wieder mit Nieselregen. Wir fahren nach Stavanger rein. Wir sind gerade in der Altstadt angekommen als die „Queen Victoria“ im Hafen festmacht.

Queen Victoria in Stavanger
Stavanger

Das Schiff ist riesig, besonders wenn man es neben den kleinen Häusern in der Altstadt sieht. Am Nachmittag wird das Wetter besser. Wir schauen uns noch ein paar weitere Sehenswürdigkeiten an, tanken und besorgen uns eine norwegische Prepaid Karte fürs Handy. Dann ist zumindest das Telefonieren preiswert

Tag 4 – Stavanger – Roldal

Der Tag begann mit, na was wohl: Nieselregen. Ich glaube das ist eine norwegische Erfindung. Es gibt soviel davon hier 

Auf dem Weg zum Preikestolen
Auf dem Weg zum Preikestolen

Wir wollten heute eigentlich auf den Preikestolen. Von diesem Felsen geht es 600m senkrecht zum Fjord hinunter. Aber schon der Parkplatz auf 250m Höhe lag komplett in den Wolken. Sichtweite geschätzt max. 50m. Schweren Herzens haben wir daraufhin beschlossen gleich zu unserem nächsten Ziel -Roldal- zu fahren.
Je weiter wir nach Norden und von der Küste wegkommen, je besser wird das Wetter. Die Straße -RV13- soll noch eine der breiteren Straßen sein. Trotzdem ist die Fahrt teilweise recht abenteuerlich. Die Tunnel -es waren bestimmt bald 20 Stück- sind ganz oft nicht beleuchtet. Man fährt quasi in ein schwarzes Loch.

Campingplatz in Roldal
Campingplatz in Roldal

Der Campingplatz in Roldal ist die Idylle pur. So stell ich mir Norwegen vor.

Tag 5 – Roldal – Kinsarvik

Nach dem Frühstück -bei strahlendem Sonnenschein- haben wir die Stabkirche in Roldal besichtigt. Foto gibts leider nur von Außen, drinnen wars nicht erlaubt. Danach gings über den ersten Pass Richtung Odda. Auf der Passhöhe war die Kühlwassertemperatur kurz vor dem roten Bereich. Der war ganz schön steil. Den nächsten Stopp haben wir dann am Latefoss eingelegt. Das ist ein mächtiger Wasserfall, der direkt neben der Strasse runterkommt. Imposant. Unser Wanderausflug auf die Hardangervidda hat leider nicht ganz geklappt. Die Bahn, die uns hoch bringen sollte, ist seit März 2011 für das Publikum gesperrt. Beate war froh darüber…  Wir sind dann am Stausee etwas entlang gewandert. 
Dadurch hatten wir etwas mehr Zeit und sind dann bis Eidfjord gefahren. Da stehen wir jetzt ca. 100m vom Fjord entfernt und sitzen immer noch draussen.

Tag 6 – Eidfjord – Bergen

Heute morgen sind wir zuerst zum Voringfossen gefahren. Am Ende einer langen immer enger werdenden Schlucht liegt dieser Wasserfall. Den im Reiseführer beschriebenen Wanderweg haben wir nicht gefunden. Schade, so mussten  wir uns mit allen anderen Touries an den Aussichtspunkten anstellen. Danach sind wir bestimmt 100km am Hardangerfjord entlang gefahren. Auf den Strassen hier muss man immer 100% konzentriert sein. Oftmals völlig überraschend verengt sich die Strasse und so mussten wir mehrmals stoppen und cm-genau rangieren um an einem Lkw oder Bus vorbei zukommen. 
Am Nachmittag waren wir noch an einem Wasserfall, wo man hinter dem Wasser hergehen konnte. Jetzt stehen wir auf einem Campingplatz ca. 20km vor Bergen. Das werden wir uns morgen anschauen. 
Das letzte Bild ist eine norwegische Minigolfanlage. Fällt euch was auf  ? 

Voringvossen
Voringvossen
Unbekannter Wasserfall auf dem Weg nach Bergen
Unbekannter Wasserfall auf dem Weg nach Bergen
Minigolfanlage in Bergen
Minigolfanlage in Bergen

Tag 7 – Bergen

Heute waren wir den ganzen Tag in Bergen. In der regenreichsten Stadt in Norwegen war heute super Wetter. Wir waren auf dem Hausberg ‚Floyen‘ und sind kreuz und quer durch die Stadt gelaufen. Zum Abschluss des Tages waren wir noch in einem Restaurant. Ein teures Vergnügen, aber man gönnt sich ja sonst nichts    Ein Salat, ein Burger und 2 Bier macht 57 (i.w. siebenundfünfzig) Euro. Kaum zu glauben, oder? Ab jetzt wird wieder selbst gekocht…

Blick vom Floyen auf Bergen
Blick vom Floyen auf Bergen

Tag 8 – Bergen – Flam

In strahlendem Sonnenschein sind wir heute Morgen losgefahren. Zum ersten Mal fahren wir für längere Zeit auf einer breiten (mit Mittelstreifen) Strasse. Lt. unserem Reiseführer gibt es in Norwegen drei Kategorien von Strassen. Mit Mittelstreifen = einfach. Ohne Mittelstreifen = Aufpassen. Ohne Mittelstreifen mit vielen Bremsspuren = Höchste Vorsicht.
Nach mehreren kleinen Foto-Stops  waren wir gegen 14Uhr schon in Flam. Weil wir noch was wandern wollten und auch weil der Preis für die Flambahn (Flam – Myrdal) so hoch war, sind wir einen Teil der Strecke mit dem Auto gefahren und den Rest nach Myrdal hoch gewandert. Leichtsinnigerweise haben wir dir Regenjacken nicht migenommen, es schien ja die Sonne. In Myrdal (866m ü.N.n) angekommen begann es jedoch kräftig zu regnen. Beate hat uns dann 2 Müllsäcke organisiert und nach einem Kaffee gings dann im Regen zurück. Ihr hättet die Blicke der  Gruppe Koreaner, die auf den Zug wartete, sehen sollen 

Wandern bei Flam
Wandern bei Flam

Tag 9 – Flam – Gaupne

Der Tag begann mit der Suche nach dem Aussichtspunkt „Stegastein“. Laut Touristeninfo hat man von dort (nur 6 km vom Ortszentrum entfernt) einen tollen Ausblick auf den Fjord. Der war aber gar nicht so einfach zu finden. Der Ausblick war aber echt genial. Nächster Stopp war dann das „Wildlachscenter“ in Laerdal. Höhepunkt des Tages jedoch war der Nigaardsbreen Gletscher. Nach einer recht anstrengenden Wanderung kam man direkt ans Eis heran. 

Wildlachscenter in Laerdal
Wildlachscenter in Laerdal
Nigaardsbreen Gletscher
Nigaardsbreen Gletscher

Tag 10 – Gaupne – Geiranger

Nach dem Start in Gaupne gings noch gut 25km bei schönem Wetter direkt am Sognefjord entlang. Danach kam der steile Anstieg auf 1400m zum Sognefjell. Oben war das Wetter bescheiden – knapp unter den Wolken und Nieselregen. Die geplante Wanderung haben wir deswegen ausfallen lassen. Auf dem Weg nach unten haben wir gemerkt, dass die Bremse hinten links am Auto fest hängt. Nach der 500€ Reparatur nach Ostern ist dies sehr ärgerlich   Darüber werde ich mit der Werkstatt aber noch mal reden! 
Bei der Ankunft in Geiranger lagen 4 Kreuzfahrtschiffe hier vor Anker. Da wir unserem Plan voraus sind, werden wir hier 2 Tage bleiben.

Campingplatz in Geiranger
Campingplatz in Geiranger

Tag 11 – Geiranger

Heute früh haben wir eine Fjord-Sightseeingtour auf dem Geiranger Fjord mitgemacht. Das war echt interessant. Wir hatten auch noch Glück mit dem Wetter. Statt dem angesagten Regen wars nur bewölkt. Am Nachmittag sind wir noch zu einem Aussichtspunkt gewandert. Wenn diese Aussicht sieht, weiß man warum der Geiranger der meistbesuchte Fjord in Norwegen ist.

Geiranger-Fjord
Geiranger-Fjord

Tag 12 – Geiranger – Noresund

Heute werden 5 Kreuzfahrtschiffe in Geiranger anlegen. Das wird ein gewaltiges Verkehrschaos geben, wenn ein paar Tausend Passagiere mit Autobussen über die einzige Strasse zu den Ausdichtspunkten gefahren werden. Deswegen sind wir heute früh schon um 7 Uhr losgefahren um ohne zu stoppen die 38 Kehren bis auf 1100m Höhe (10% Steigung) zu schaffen. Wettermäßig war heute der bislang schlechteste Tag. Trocken war es nur selten. Trotzdem war es sehr interessant. Kurz nach unserer Frühstückspause stand direkt neben der Strasse eine Elchkuh. Sie blieb brav stehen, bis Beate ein Foto gemacht hatte. So gegen Mittag haben wir dann auf dem Fjell (Hochebene auf 1400m) eine Herde Rentiere gesehen. Sie waren nur  wenige Meter von der Strasse weg. Später fing es heftig an zu regnen und wir sind weiter gefahren bis es wieder trocken war. Jetzt stehen wir an einem kleinen See und es sind nur noch 100km bis Oslo.

Tag 13 Noresund – Oslo

So gegen 14Uhr sind wir auf dem Campingplatz in Oslo angekommen. Die Stellplatzsuche war allerdings etwas schwierig. Der Platz ist eine große, mehr oder weniger geneigte Wiese. Erst nach mehreren Versuchen hatten wir einen Platz gefunden, der uns beiden gefiel. Dann mußten wir leider feststellen, dass unser 50m Stromkabel noch zu kurz ist  
Dann haben wir uns auf den Weg in die Stadt gemacht. Angeschaut haben wir uns den Vigeland Skulpturenpark und den Holmemkollen. Die Skisprungschantze ist wie ein Stadion aufgebaut. Das ist wirklich imposant. Im Fernsehen kommt das gar nicht so rüber. 

Vigeland Skulpturenpark
Vigeland Skulpturenpark

Tag 14 – Oslo

Wir waren heute den ganzen Tag in der Stadt unterwegs. Nachdem wir gestern so viel Glück beim Parken hatten (es war billig, bzw. kostenlos), war das heute das genaue Gegenteil. Ich trau‘ mich gar nicht den Preis zu sagen. Jetzt weiß ich auch, warum es so leer war  🙁
Heute Mittag haben wir die Wachablösung am Schloß gesehen. Wer schon mal so etwas z.B. in London gesehen hat, braucht sich das hier in Oslo nicht anschauen. Die Norweger sind ein ziehmlich ruhiges, reserviertes Völkchen. Genauso war  auch die Wachablösung. Langweilig….
Nachmittags waren wir dann im Norsk Folkemuseum. Das war schon wesentlich interessanter. 

Stabkirche im Norsk Folkemuseum
Stabkirche im Norsk Folkemuseum

Tag 15 – Oslo

Erkenntnis des Tages: Ein Navi nutzt im Tunnel nichts!  Ganz Oslo scheint untertunnelt zu sein. Auf dem Weg zu den Museen wollten wir heute mal an der Oper vorbeifahren. Bislang kannten wir nur den Operatunnelen. Auf dem Navi sieht das ganz einfach aus, ist es aber nicht. Man kann nämlich nicht erkennen, ob eine Strasse über oder unter der Erde liegt. Wir haben die Oper jedenfalls nicht gefunden 
Dafür waren wir aber im Vikinger-Schiffs-Museeum. Unglaublich das die damit so weite Strecken übers offene Meer gefahren sind. Wir haben heute unsere letzten norwegischen Kronen auf den Kopf gehauen und waren Pizza essen, denn morgen gehts weiter Richtung Schweden.

Vikinger-Schiffs-Museeum
Vikinger-Schiffs-Museeum

Tag 16 – Oslo – Tanumshede

Bei schönstem Wetter sind wir heute in Oslo gestartet. Eigentlich wollten wir bei dem Wetter einen Tag an der schwedischen Schärenküste verbringen. Daraus ist leider nichts geworden. Um 12:15 Uhr war die Fahrt jäh zu Ende. Kurz nachdem wir getankt hatten, gabs während der Fahrt einen kurzen Ruck und dann war der Motor aus und ließ sich auch nicht mehr starten. Wir haben dann fast 3 Stunden auf den Abschleppwagen gewartet. Der Monteur hat dann sehr schnell festgestellt, daß der Zahnriehmen gerissen ist. Das bedeutet i.d.R. Motor-Totalschaden. Wir stehen jetzt auf dem einzigen Campingplatz in Tanumshede. Hier ist „der Hund begraben“. Montag wird uns der Adac mitteilen, wie es dann weitergeht. Unsere norwegische Prepaid Karte funktioniert hier nicht, so das wir z.zt nur per mail bzw. auf Beates Handy erreichbar sind.

Tag 17 – Tanumshede

Von dem ersten Schock haben wir uns ein wenig erholt. Langsam wird uns klar, daß der Urlaub damit wahrscheinlich zu Ende ist. Seit heute Mittag regnet es in Strömen. Wir sitzen im Wohnwagen, lesen und behandeln das Stimmungstief mit Kaffee und Rum.  Prost.

Tag 18 – Transport mit Adac geklärt

Unser Auto wird in den nächsten Stunden abgeholt und innerhalb der nächsten 2 Wochen nach Hause transportiert. Übermorgen Nachmittag bekommen wir einen Leihwagen aus Deutschland gebracht, mit dem wir dann nach Hause fahren können. Jetzt müssen wir die Zeit bis dahin noch überbrücken. Nachher versuchen wir uns im Ort ein Auto zu leihen, denn hier auf dem  Campingplatz ist absolut nichts los.

Nach etlichen Telefonaten steht nun fest, das der Urlaub zwar unterbrochen aber noch nicht zu Ende ist. Letztlich haben wir wohl auch noch ein wenig Glück gehabt, denn zum wirtschaftlichen Totalschaden fehlen lt. Adac nur 400€. Dann hätte der Adac nicht die Rückführung, sondern nur die Verschrottung in Schweden übernommen   So werden wir auf jeden Fall versuchen die Werkstatt in Regress zu nehmen, denn der Zahnriehmen war erst seit knapp 20000km drin. Übrigens von der gleichen Werkstatt, die auch die Bremse nicht richtig repariert hat…
Das Wetter war heute auch sehr angenehm. Wir hatten uns Fahrräder geliehen und sind damit zum Meer gefahren.

Fjällbacka ist ein kleiner Ort an Schwedens Schärenküste im Westen. Für Touristen ist hier mächtig was los. Fast könnte man meinen irgendwo am Mittelmeer zu sein. Direkt hinter dem Ort ragt knapp 100 Meter der Vetteberget empor. Der Aufstieg ist einfach und der Blick von Oben sollte man nicht verpassen.

Panorama vom Vetteberget auf Fjällbacka

Tag 19 – immer noch Tanumshede

So gegen 10 uhr ist heute (Dienstag) morgen der Mazda abgeholt worden. Bis dahin hatten wir schon min. 3 mal mit dem Adac telefoniert. Unsere Telefonkarte haben wir schon mehrfach aufladen müssen… Es tut sich was, und das ist die Hauptsache.
Wir haben uns heute am Ort (ca. 4 bis 5km Fußmarsch) ein kleines Auto gemietet und haben uns die kleinen Ferienorte an der Küste angeschaut. Das Wetter war super und wir haben viel gesehen. Morgen Mittag soll das Ersatzauto aus Deutschland ankommen. Ich bin mal gespannt…

Tag 20 – Tanumshede – Trollhättan

Irgendwie ist bei uns der Wurm drin…
Der Tag begann bei tollem Wetter und wir haben uns ausgiebig die Felszeichnungen in Tanumshede angeschaut. Das war schon echt interessant. So gegen halb drei ist dann unser Ersatzauto angekommen. Ein Hyundai ix35. Wir haben mit den jungen Leuten, die uns den Wagen gebracht haben, noch einen Kaffee getrunken und wollten uns dann auf den Weg machen. Gleich nach dem Ankuppeln haben wir festgestellt, daß der Kühlschrank keinen Strom hat. Damit hatte ich eigentlich schon gerechnet  Das ist nicht schön, aber auch nicht lebensnotwendig; das allerdings Blinker, Brems- und Rücklicht nicht klappen schon. Nur die Nebelschlußleuchte funktioniert   Da der Überbringer des Wagens schon wieder weg war, haben wir gleich die Hotline des Vermieters angerufen. Die konnte uns aber auch nicht weiterhelfen. Morgen früh werden wir den örtlichen Hyundai Händler aufsuchen und hoffen, das der uns schnell helfen kann.

Felszeichnungen in Tanumshede
Felszeichnungen in Tanumshede
Ersatzwagen vom ADAC
Ersatzwagen vom ADAC

Tag 21 – Trollhättan / Vänersborg

Heute schreibe ich nichts über kaputte Autos oder Werkstätten die geschlossen sind. Das regt mich nur auf 
Der Tag war toll. Super Wetter, warm, wir konnten sogar draußen frühstücken. Als erstes haben wir uns die Schleusen in Trollhättan angesehen. Das war aber nicht so wahnsinnig spannend. Es lag vielleicht auch daran, das in den Schleusen nichts los war. Danach sind wir zum Dalsland Kanal gefahren. Hier führt der Kanal mit mehreren Schleusen über eine Brücke und noch darüber liegt die Eisenbahnbrücke. Hier war eine Menge los. Das die ganze Technik schon ziehmlich alt ist, konnte man sehen als die Eisenbahnbrücke wegen einem Segelschiff hochgeklappt werden mußte. Das wurde nämlich von Hand gemacht. Zwei Jungs mußten bestimmt bald 5 Minuten kurbeln. Bei dem Schiffsverkehr hier brauchen die kein Abo im Fitnesstudio 
Am späten Nachmittag haben wir uns das königliche Jagdmuseeum angeschaut. Hauptsächlich weil wir von dort aus dann unsere persönliche Elchsafari starten wollten. Nach langen Überlegungen hatten wir uns entschlossen die geführte Safari nicht mitzumachen. Also sind wir min. 2 Stunden durch die Wildnis gelaufen. Wir haben beide etliche Stiche abbekommen. Zeitweise war man mehr damit beschäftigt Schnaken und Bremsen zu vertreiben, als nach Elchen Ausschau zu halten. Elchscheiße haben wir jede Menge gesehen, nur die Viecher selbst haben sich nicht gezeigt. Einzige „Ausbeute“ waren ein Fuchs und ein Reh…Schade.

Wasserstrassenkreuzung am Dalsland Kanal
Wasserstrassenkreuzung am Dalsland Kanal
Dalsland Kanal
Dalsland Kanal

Tag 22 – Vänersborg – Trelleborg

Unser letzter Tag in Schweden und der erste Tag der Heimreise begann wie der erste Tag der Hinreise – mit Regen. Nach unserer „Elchsuche“ gestern hatte es zu regnen begonnen und dann die ganze Nacht durchgeregnet. Im Laufe des Tages wurde es aber immer schöner. Da wir viel Zeit hatten, sind wir oft statt Autobahn Landstraßen an der Küste entlang gefahren. Ohne Probleme sind wir bis Trelleborg gekommen, wo es morgen früh auf die Fähre geht. Nach dem ganzen Theater der letzten Woche, freuen wir uns jetzt auf zu Hause.

Tag 23 – Trelleborg – Wildeshausen

Die Überfahrt war recht stürmisch heute. Der Wind kam mit 10m/s genau von vorne. Ich habe keine Ahnung welche Windstärke das ist, aber an Deck mußte man sich festhalten um nicht weggeweht zu werden. Ansonsten haben wir diesmal alles richtig gemacht und uns gleich 2 bequeme Sitzplätze gesichert…
Dank Wohnmobil Stellplatzführer stehen wir jetzt total ruhig mit ca. 30 Anderen in einem Wohngebiet auf einem ausgeschilderten Parkplatz. Wir haben Glück gehabt und den letzten freien Platz erwischt. Morgen sind  noch ca. 230km zu fahren. Dann sind wir auf jeden Fall rechtzeitig zum F1 Rennen wieder zu Hause 

Wohnwagen
Wohnwagen auf der Fähre von Trelleborg

P.s.: auf dem Bild ist unser Wohnwagen der 1.te in der 2.ten Reihe von links.

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