Aussichtsturm auf dem Spiessberg

Thüringer Wald – Rennsteig

Ausgangspunkt unseres Kurzurlaubs ist der kleine Ort Georgental in Thüringen. Georgental liegt am nördlichen Rand des Thüringer Waldes, etwa in der Mitte zwischen Eisenach und Erfurt. Nachdem „Corona“-bedingt der Urlaub an der Cote d’Azur und die Norwegenreise ausgefallen sind, brauchten wir unbedingt mal etwas Abwechslung und haben uns kurzentschlossen für eine kleine Wanderwoche in Thüringen entschieden.

Tambach-Dietharz

Unsere erste Wanderung sollte von Tambach-Dietharz zum Röllchen führen. Leider hatten wir aber erhebliche Probleme den Ausgangspunkt zu finden. Eine Beschilderung im Ort war nicht vorhanden und unsere Fragen wo denn der Wanderparkplatz zu finden sei, konnten auch die Einheimischen nicht beantworten. Letztlich haben wir dann an der alten Tambacher Talsperre geparkt, jedoch leider auf der falschen Seite wie wir später gesehen haben. War aber gar nicht so schlimm, sondern nur ein kleiner Umweg. Highlight der Tour war das „Röllchen“. Das ist eine nur wenige hundert Meter lange Klamm mit einem kleinen Wasserfall. Der Abstieg ist die Klamm war mit Drahtseilen gesichert und nicht ganz einfach, da es sehr feucht und unglaublich rutschig war.

Eisenach

Am nächsten Tag sind wir nach Eisenach gefahren. Leider war das Wetter nicht so gut. Ab Mittag fing es an zu nieseln. Eisenach ist ein nettes kleines Städtchen mit einer schönen Altstadt. Ein Besuch der Wartburg ist natürlich Pflicht. In die Innenräume konnten wir mit Hund leider auch nicht. Da der Regen inzwischen deutlich stärker geworden war, haben wir uns hier nicht sehr lange aufgehalten. Wieder im Tal sind wir dann noch durch die Drachenschlucht gegangen. Dabei musste der Hund allerdings im Auto bleiben, da der Weg durch die Schlucht über Stahlgitterroste führt. Der interessante Teil der Schlucht liegt nur wenige Hundert Meter vom Parkplatz entfernt. Corona bedingt gab es aber eine Einbahnstrassen Regelung durch die Schlucht und so mussten wir erst ca. 3km laufen um zum Eingang zu kommen.

Ebertswiese

Die Wanderung am nächsten Tag zur Ebertswiese war eine Katastrophe. Für diese Wanderung hatten wir keinen GPS Track, sondern nur die Beschreibung im Wanderführer. Ausgangspunkt der Wanderung sollte ein Brunnen in dem Örtchen Struth-Helmershof sein. Den Brunnen hatten wir relativ schnell gefunden, allerdings gab es nirgendwo eine Möglichkeit zu parken. Letztlich haben wir das Auto in einem kleinen Industriegebiet ca. 1,5km vom eigentlichen Startpunkt abgestellt. Das war aber erst der Anfang der Probleme. Die Beschreibung im Wanderführer war so besch…., dass wir an der Ebertswiese dreimal vorbei kamen. So wurden aus geplanten 13km schliesslich glatt 20km. In Zukunft werde ich mich nur noch auf Wanderführer verlassen, zu denen ich auch die passenden GPS Tracks habe -:(

Erfurt

Unser Besuch in Erfurt begann am Parkhaus am Dom. Dieser liegt absolut zentral gelegen nur wenige hundert Meter von der Altstadt entfernt. Zuerst haben wir uns den Dom und die direkt daneben liegende St.Severi Kirche kurz von innen angeschaut. In den Dom durfte man natürlich nur mit Mundschutz. Mir beschlägt dabei immer gleich die Brille. Deswegen habe ich hier auch nur schnell ein paar Bilder gemacht und bin dann sofort wieder rausgegangen. Laut unserem Reiseführer ist die „Krämerbrücke“ besonders sehenswert und vergleichbar mit der Ponte Vecchio in Florenz. Ich finde das ist ein bisschen übertrieben. Rein fotografisch macht diese Brücke jedenfalls nicht viel her.

Friedrichroda

Eine sehr schöne Wanderung führt von Friedrichroda aus zu den Berggasthöfen Heuberghaus und weiter zum Spießberghaus. Zuerst geht ein schmaler Pfad immer am Bach entlang zum Heuberghaus. Unterwegs kommt man u.a. an einem kleinen Wasserfall vorbei. Sehr idyllisch 🙂 Nach ca. 1 Stunde kommt man dann am Heuberghaus an, wo man auf den Rennsteig trifft. Den Unterschied bemerkt man sofort. Bisher war man im Wald völlig alleine, jetzt trifft man dauernd andere Wanderer und Mountainbiker. Am Spießberghaus trifft man dann auf ein Highlight dieser Tour: die alte Bob- und Rodelbahn von Friedrichroda. Ein Teil des Wanderweges läuft ab dem Spießberghaus auf der alten Rodelbahn, die inzwischen allerdings ziemlich zugewachsen ist. Das macht es aber eigentlich auch erst interessant.

Schmalkalden

An unserem letzten Tag sind wir nach Schmalkalden gefahren und von dort aus gewandert. Im Gegensatz zu den anderen Wanderungen sind wir heute nicht nur durch den Wald gelaufen, sondern auch über Wiesen mit schönen Ausblicken auf die umliegende Gegend. Im Ort selbst gibt es unzählige wirklich gut erhaltene alte Fachwerkhäuser. Das ist echt sehenswert. Eigentlich wollten wir im Ort Kaffee trinken. Aber seltsamerweise waren die beiden Kaffee’s geschlossen, so mussten wir uns mit einem großen Eisbecher begnügen.

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